Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen: Inklusionstag in Rodenkirchen

07.05.26

Am 7. Mai fand auf dem Marktplatz in Rodenkirchen der diesjährige Inklusionstag anlässlich des bundesweiten Protesttags für Menschen mit Behinderungen statt. Unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“ waren alle interessierten Bürger*innen eingeladen, sich über das Thema Inklusion zu informieren, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für mehr Teilhabe zu setzen.

Bürgermeister Harald Stindt eröffnete die Veranstaltung mit einer herzlichen Begrüßung und unterstrich die Bedeutung von Begegnung und Dialog. Anschließend sprach Landrat Stephan Siefken und betonte die Kernbotschaft des Protesttages: „Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht.“ Er dankte allen beteiligten Institutionen, Organisationen und den Organisator*innen, die den Tag möglich gemacht haben.

Die niedersächsische Landesbehindertenbeauftragte Annetraud Grote griff die Thematik auf und machte auf die alltäglichen Herausforderungen aufmerksam, denen Menschen mit Behinderungen begegnen. Sie forderte eine Gesellschaft, die sich an Menschen anpasst, statt Menschen an Barrieren, und rief die Teilnehmenden auf, die bundesweite Petition gegen Kürzungen für Menschen mit Behinderungen zu unterstützen – vor Ort bestand die Möglichkeit, zu unterschreiben.

Die Veranstaltung bot neben den Redebeiträgen zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch. Verschiedene Informationsstände, musikalische und kulturelle Darbietungen sowie kulinarische Angebote wie Suppen, Kuchen und Fruchtspieße sorgten für eine offene und einladende Atmosphäre. Viele Einrichtungen der Behindertenhilfe aus dem Umkreis, darunter auch das Sozialwerk, haben sich hierzu gemeinsam engagiert.

Seit mehr als 30 Jahren machen Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe bundesweit zu Beginn des Monats Mai auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam. Auch in der Wesermarsch wurde an diesem Tag deutlich: Aufmerksamkeit schaffen, Engagement bündeln und möglichst viele Menschen für die Rechte von Menschen mit Behinderung sensibilisieren – dies sind die Ziele, die von zahlreichen regionalen Akteuren der Eingliederungshilfe und Selbsthilfe unterstützt werden.

Der Protesttag in Rodenkirchen machte nicht nur auf die nach wie vor bestehenden Herausforderungen aufmerksam, sondern bot auch die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern, ins Gespräch zu kommen und sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen, in der Teilhabe und Gleichberechtigung selbstverständlich sind.